Wie du zeigst, wofür du stehst, ohne dich zu inszenieren.
Haltung braucht keine Show. Du musst nicht polarisieren, posieren oder Statements raushauen. Dieser Artikel zeigt, wie du klar, ruhig und authentisch kommunizierst – und damit die richtigen Menschen erreichst.
„Zeig Haltung!“ – ein Appell, der gut klingt, aber oft vage bleibt. Muss ich jetzt politisch werden? Persönlich? Laut? Die Antwort: nein.
Haltung bedeutet nicht, dass du dich öffentlich zu jedem gesellschaftlichen Thema positionierst oder dich auf eine große Bühne stellst. Es heißt: zu wissen, wofür du stehst – und das sichtbar zu machen.
Eine Kundin, erfahrene Projektleiterin, brachte es treffend auf den Punkt:
„Es gibt Projekte, die mache ich nicht mehr.“
Aus dieser Klarheit entstanden Fragen, die Orientierung geben:
Wo ziehst du Grenzen?
Welche Aufträge passen nicht mehr zu dir?
Wer willst du sein – und wer ganz sicher nicht?
Diese Reflexion ist der Beginn einer Positionierung mit Rückgrat. Ohne Show. Dafür mit Richtung.
Wirklich bedeutsam wird Haltung dort, wo du Entscheidungen triffst:
bei der Wahl deiner Kund*innen, Themen, Projekte.
Wenn du dich zu größeren Fragen bekennst – gut. Aber du musst nicht. Und wenn du es tust, dann mit der Bereitschaft, Kritik auszuhalten. Auch das gehört dazu.
Du musst nicht dein Innerstes offenlegen. Aber du kannst in deinen Gesprächen, Auftritten und Veröffentlichungen sagen, was dich bewegt. Warum dich ein Thema beschäftigt. Wo du klare Grenzen ziehst. Was Qualität für dich bedeutet.
Das ist keine Inszenierung. Es ist eine Form, authentisch zu kommunizieren – eine Einladung, dich einzuordnen. Und das ist wertvoll für Kunden, Follower und alle, die dich finden sollen.
Wer sagt, was er denkt, wird nicht allen gefallen. Manche wenden sich ab. Andere erkennen, dass du genau die richtige Person bist.
Dies ist eine Chance: Du ziehst Menschen an, die wirklich zu dir passen. Die Aussicht auf erfolgreiche Projekte und starke Referenzen steigt. Außerdem sparst du Zeit – Kunden und dir ebenso. Mit Hochmut hat das nichts zu tun – sondern mit Professionalität. Unternehmen machen es ebenso.
Deine Linie wird sichtbar in:
Mach es konkret:
Wer waren deine besten Kund*innen?
Und: Welche würdest du heute nicht mehr annehmen?
Das ist dein innerer Kompass. Und der gehört in deine Kommunikation, regelmäßig.
Wenn du KI nutzt, um Inhalte zu entwickeln, füttere sie mit genau diesen Informationen: Erkläre ihr, wie du arbeiten willst. Was dir wichtig ist. Wie du mit Menschen kommunizierst.
So entsteht Inhalt, der deine Linie trägt – nicht generisch, sondern authentisch kommuniziert. Und das dauerhaft, ohne dass du jedes Mal darüber nachdenken musst.
Haltung zeigen kannst du also auch durch kluge Tools, solange du sie mit deiner Haltung steuerst.
Viele Expert*innen ziehen kleinere, persönlichere Formate der großen Bühne vor. Gut so – denn Sichtbarkeit braucht keine große Show:
Gespräche mit Wunschkund:innen
Gastauftritte in Podcasts oder Panels
gezielte Artikel, Empfehlungen, Kommentare
nachhaltiger Austausch mit Multiplikatorinnen
Solche Formate sind Begegnungsräume, die einen Dialog mit Substanz erlauben. Sie wirken oft tiefer als jeder „Lautsprecher-Post“.
Du musst nicht polarisieren. Nicht posieren. Und nicht alles preisgeben. Aber du darfst authentisch kommunizieren, was dir bei deiner Arbeit wichtig ist – ruhig, klar und auf deine Weise.
Das ist Haltung. Und sie wird gebraucht. Überall dort, wo Menschen nach Orientierung suchen.
Tipp:
Nimm dir zehn Minuten. Schreib eine Liste:
Welche Kund*innen, Projekte oder Themen würdest du heute nicht mehr wählen?
Warum?
Das ist der Anfang deiner sichtbaren Haltung.
Autor: Kerstin Boll
Datum: Juli 2025